Der Pekinese war einst ein königlicher Hund Chinas, gezüchtet für Kaiser. Sein löwenhaftes Aussehen symbolisierte spirituelle Stärke.
DoggyZine.com
Die königlichen Ursprünge des Pekinesen sind so majestätisch wie sein Aussehen. Einst ausschließlich für chinesische Kaiser gezüchtet, hatten Pekinesen in der Verbotenen Stadt einen heiligen Platz und wurden jahrhundertelang verwöhnt und verehrt. Heute schmücken diese löwenartigen Schoßhunde moderne Häuser weltweit und strahlen noch immer die stolze Eleganz ihrer königlichen Herkunft aus.
Der Pekinese gehört zu den ältesten und geheimnisvollsten Hunderassen der Welt. Diese kleinen, aber stolzen Hunde stammen aus dem alten China, wo Züchter sie nach dem Vorbild der mythischen „Foo Dogs“ – buddhistischen Tempelwächterlöwen – formten. Ihr Status im chinesischen Kaiserpalast war so heilig, dass Diebstahl oder Verletzung eines solchen Tieres den Tod bedeutete.
Die reiche Geschichte dieser königlichen Begleiter zeugt von ihrer engen Verbindung zum chinesischen Königshaus. Sie waren keine gewöhnlichen Haustiere – der Kaiser und seine Familie hielten sie als exklusive Symbole kaiserlicher Macht. Der Weg dieser Rasse in den Westen ist dramatisch. Während des Zweiten Opiumkriegs 1860 fanden britische Soldaten bei der Plünderung des Sommerpalastes fünf überlebende Pekinesen. Diese Hunde mögen winzig sein – nur 15 bis 23 Zentimeter groß und 3 bis 6 Kilogramm schwer – doch ihr Auftreten strahlt königliches Selbstbewusstsein und Unabhängigkeit aus. Die bemerkenswerte Geschichte dieser Rasse reicht von ihrer Zeit als exklusive Begleiter des chinesischen Kaisers bis zu ihrem heutigen Status als beliebte Haustiere. Moderne Pekinesen werden etwa 13,3 Jahre alt und überdauern damit sowohl reinrassige Hunde als auch Kreuzungen.
Inhaltsverzeichnis
Die königlichen Ursprünge der Pekinesen
An den Kaiserhöfen des alten Chinas entstand eine bemerkenswerte Rasse, die für immer mit dem Königshaus verbunden blieb. Historische Aufzeichnungen führen die Wurzeln des Pekinesen bis in die Han-Dynastie (206 v. Chr. – 220 n. Chr.) zurück. Diese Hunde begannen ihre Reise als religiöse Symbole an den Kaiserhöfen.
Herkunft und frühe Zucht des Pekinesen
Die Ankunft des Buddhismus in China prägte die Entwicklung der Pekingesen-Rasse. Buddhistische Mönche züchteten diese Hunde, um Löwen – heilige Symbole der buddhistischen Mythologie – nachzubilden. Chinesische Kaiser wollten Buddhas Errungenschaft nachahmen, einen wilden Löwen zu zähmen, der ihm „wie ein treuer Hund auf den Fersen folgte“. Durch gezielte Zucht über Generationen hinweg entstand der perfekte „Löwenhund“ mit unverwechselbaren Merkmalen: einem flachen Gesicht, großen Augen, kurzen, manchmal gebogenen Beinen, einem langen Körper, einer mähnenartigen Halskrause und einem buschigen Schwanz.
Warum nur Kaiser sie besitzen durften
Der Pekinese erlangte seinen aristokratischen Status während der Tang-Dynastie (618–907 n. Chr.). Die kaiserliche Familie beanspruchte das alleinige Eigentum an diesen heiligen Symbolen. Niemand außerhalb der Palastmauern durfte sie besitzen oder züchten. Die Regeln waren streng – beim Anblick eines Pekinesen musste man sich verbeugen, genau wie vor Mitgliedern der königlichen Familie. Wer es wagte, diese Hunde aus dem königlichen Palast zu entfernen oder sie grausam zu behandeln, dem drohte der Tod.
Die Rolle der Pekinesen im Palastleben
Palastmauern boten diesen geliebten Gefährten außergewöhnlichen Luxus. Das Leben der Pekinesen im alten China umfasste:
- Wohnen in Marmorhütten mit Seidenkissen
- Pflege durch Eunuchenteams, die sie badeten
- Den besten Reis und das beste Fleisch essen
Die Tang-Dynastie verlieh einigen Pekinesen sogar offizielle Hofränge. Ihre königliche Verbindung hatte auch praktische Bedeutung: Höflinge passten die Farben ihrer Hunde (Rehbraun, Creme oder Schwarz) ihrer Kleidung an. Die kleinsten Exemplare, die nur 2,7 kg wogen, erhielten den Namen „Ärmelhunde“. Ihre Besitzer trugen diese kleinen Tiere versteckt in den weiten Ärmeln ihrer Seidenroben.
Die Reise von China in den Westen

Für die Pekinesen, die 1860 friedlich hinter den Mauern des chinesischen Kaiserreichs lebten, änderte sich das Leben für immer.
Die Plünderung des Sommerpalastes
Britische und französische Truppen stürmten im Oktober 1860 während des Zweiten Opiumkrieges den Alten Sommerpalast (Yuanmingyuan) in Peking. Der Palast war auch als „Gärten des vollkommenen Glanzes“ bekannt. Die Soldaten plünderten die 800 Hektar großen kaiserlichen Gärten und stahlen wertvolle Artefakte. Sie steckten die kunstvollen Zedernholzgebäude in Brand – eine verheerende kulturelle Zerstörung, die heute als „Chinas Ground Zero“ bezeichnet wird. Kaiser Xianfeng floh mit seinem Hofstaat, während kaiserliche Diener die meisten Palasthunde töteten, um sie vor fremden Händen zu schützen.
Wie der Pekinese zu Königin Victoria kam
Fünf Pekinesen überlebten das Chaos. Der britische Kapitän John Hart Dunne fand diese lebenden Schätze in der Wohnung der alten Tante des Kaisers. Sie hatte sich beim Anrücken der Streitkräfte das Leben genommen. Königin Victoria erhielt den kleinsten Hund – eine rehbraun-weiße Hündin mit silbernen Glöckchen um den Hals. Sie nannte sie „Looty“, was offen den Status des Hundes als Kriegsbeute zum Ausdruck brachte.
Britische Aristokraten teilten die anderen vier Pekinesen unter sich auf. Lord John Hay nahm zwei Hunde – später Schloff und Hytien genannt – und schenkte sie seiner Schwester, der Herzogin von Wellington. Sir George Fitzroy nahm das verbleibende Paar und schenkte es dem Herzog und der Herzogin von Richmond und Gordon.
Der Aufstieg der Rasse in der westlichen Gesellschaft
Die Pekingesen-Rasse erregte nach Lootys Ankunft die Aufmerksamkeit der westlichen Gesellschaft. Der Besitz der Königin steigerte die Popularität der Rasse. Zwischen 1914 und 1962 entwickelte sich der Pekingese zur beliebtesten britischen Zwerghunderasse. Die Registrierungszahlen erreichten 1950 mit 5.809 Hunden ihren Höhepunkt.
Der Status dieser Hunde als „gestohlene“ Schätze machte sie für die britische Elite attraktiver. Hundeliebhaber behaupteten, die Rasse habe stereotypische „orientalische“ Züge, und der Besitz eines solchen Hundes wurde zum Symbol kolonialer Nostalgie. Ein Lord gab Anfang des 20. Jahrhunderts für nur ein paar Hunde aus, was heute 300.000 Pfund ($365.000) entspräche. Die Rasse gelangte Ende der 1890er Jahre nach Amerika, und der American Kennel Club registrierte 1906 seinen ersten Pekinesen.
Eigenschaften, die eine königliche Vergangenheit widerspiegeln

Das königliche Erbe der Pekinesen-Hunderasse ist in jedem ihrer körperlichen Merkmale erkennbar und ist das Ergebnis jahrhundertelanger selektiver Zucht im kaiserlichen China.
Eigenschaften und Aussehen des Pekinesen
Diese edlen Hunde haben einen unverwechselbaren Körperbau, der von ihrer königlichen Abstammung zeugt. Sie sind kompakt und kräftig, nur 15 bis 23 Zentimeter groß und wiegen bis zu 6,3 Kilogramm. Ihr auffälligstes Merkmal ist zweifellos ihre prächtige Löwenmähne – eine dichte Haarkrause um Hals und Schultern, die ihnen ein löwenartiges Aussehen verleiht.
Zu den körperlichen Merkmalen des Pekinesen gehören:
- Ein flaches Gesicht mit großen, dunklen, funkelnden Augen und einer kurzen Schnauze
- Ein einzigartiger rechteckiger Kopf in „Umschlagform“, der breiter als lang ist
- Ein charakteristischer „rollender“ Gang, den die Züchter entwickelt haben, um zu verhindern, dass Hofhunde zu weit wandern
- Ein doppeltes Fell in allen Farben, einschließlich Gold, Rot, Zobel, Creme, Schwarz, Weiß, Hellbraun und gelegentlich Schiefergrau
Der alte Rassestandard zeigte eine unglaubliche Liebe zum Detail und spiegelte wider, wie sorgfältig diese Hunde als königliche Begleiter gezüchtet wurden.
Temperament: Loyalität, Stolz und Unabhängigkeit
Das Temperament des Pekinesen hat ihm den Spitznamen „Löwenhund“ eingebracht, nicht nur wegen seines Aussehens, sondern auch wegen seines würdevollen und willensstarken Wesens. Er baut eine unglaublich enge Bindung zu seinen Besitzern auf und bewahrt sich gleichzeitig seine königliche Unabhängigkeit.
Viele Pekinesenbesitzer beschreiben ihre Haustiere als eigensinnig – eine Eigenschaft, die direkt mit ihrer königlichen Herkunft zusammenhängt. Diese Hunde sind liebevolle und intelligente Begleiter, bewahren aber dennoch ihre aristokratische Zurückhaltung, insbesondere in Gegenwart von Fremden.
Ärmelpekinesen und ihre einzigartige Rolle
Was ich an dieser Rasse besonders liebe, ist der „Ärmel“-Pekinese – eine kleinere Variante zwischen 2,7 und 4,6 kg, die ihren Namen daher hat, dass sie in den weiten Ärmeln chinesischer Kaisergewänder getragen wurde. Diese kleinen Begleiter erfüllten einen besonderen Zweck, der über die bloße Gesellschaft ihrer Besitzer hinausging.
Diese kleinen Pekingesen dienten trotz ihrer geringen Größe als Miniatur-Wachhunde im Palast. Züchter schafften es, sie durch selektive Zucht klein zu halten, wobei sie manchmal umstrittene Methoden wie Reiswein oder eng anliegende Westen einsetzten, um das Wachstum zu begrenzen. Diese kleinen Hunde behielten den Mut und den Beschützerinstinkt ihrer größeren Verwandten.
Kulturelles Erbe und moderne Anziehungskraft

Die Pekingesen-Hunderasse hat über Jahrhunderte hinweg ihre charakteristische Präsenz bewahrt – von königlichen Palästen bis hin zu Hollywood-Villen. Diese majestätischen Hunde faszinieren weltweit mit ihrer einzigartigen Mischung aus königlicher Würde und treuer Kameradschaft.
Berühmte Besitzer und Medienauftritte
Der Pekingese kann im Laufe der Geschichte auf eine beeindruckende Liste angesehener Besitzer zurückblicken. Königin Victorias kaiserliches Haustier löste einen Trend unter namhaften Persönlichkeiten aus. Kaiserinwitwe Cixi schenkte mehreren Amerikanern Pekingesen. John Pierpont Morgan und Alice Lee Roosevelt Longworth, die Tochter von Präsident Theodore Roosevelt, gehörten zu den glücklichen Empfängern.
Stummfilmstar Olive Thomas besaß zu Beginn des 20. Jahrhunderts einen Pekingesen. Die Verbindung der Rasse zum Ruhm wurde noch stärker, als Kinderstar Shirley Temple den Pekingesen bekam, der mit ihr in „Stowaway“ (1936) die Hauptrolle spielte. Weitere namhafte Pekingesenbesitzer waren:
- Romantische Schriftstellerin Barbara Cartland mit ihrem reinweißen „Twi-Twi“
- Schauspieler Richard Burton, der Elizabeth Taylor einen einäugigen Pekingesen gab
- Komikerin Joan Rivers, deren Pekingese Max „distanziert“ war
Die Rasse ist in vielen Filmen aufgetreten und hat dort ihre Rolle als Botschafter des chinesischen Erbes gezeigt.
Pekinesen auf Hundeausstellungen und Wettbewerben
Die Rasse hat in Wettbewerbskreisen Spuren hinterlassen. Ein Pekinese namens Wasabi gewann 2021 den Preis für den besten Hund der Ausstellung auf der Westminster Kennel Club Dog Show. Dieser Sieg war bereits das fünfte Mal, dass die Rasse diese prestigeträchtige Auszeichnung erhielt. Die 145. jährliche Westminster-Veranstaltung fand auf dem Lyndhurst Estate in Tarrytown, New York, statt.
Malachy, ein weiterer Pekinese, gewann 2012 in Westminster den Preis „Best in Show“. Diese fünf „Best in Show“-Siege stellen den Pekinesen auf eine Stufe mit dem Standardpudel.
Warum die Rasse auch heute noch beliebt ist
Das königliche Erbe des Pekingesen fasziniert auch heute noch Hundeliebhaber. Diese Hunde haben sich von exklusiven kaiserlichen Begleitern zu geschätzten Haustieren entwickelt und ihre Anpassungsfähigkeit über Kulturen und Zeiten hinweg unter Beweis gestellt.
Der Kennel Club stellt fest, dass ihre Popularität zwar abgenommen hat, treue Fans diese Hunde jedoch weiterhin wegen ihres einzigartigen Aussehens, ihres stolzen Wesens und ihrer reichen Geschichte schätzen. Die kompakte Größe, das markante Erscheinungsbild und das unabhängige, aber liebevolle Wesen des Pekinesen halten ihn auch angesichts der sich ändernden Hundehaltungstrends beliebt.
Abschluss
Pekinesen sind ein Beweis für jahrhundertealtes königliches Erbe, das durch ihren einzigartigen Charakter und ihr Aussehen alte Kaiserhöfe mit modernen Häusern verbindet. Ihre Entwicklung vom exklusiven Begleiter chinesischer Kaiser zu weltweit beliebten Haustieren ist eine der fesselndsten Geschichten der Hundegeschichte. Zweifellos strahlen diese kleinen, aber kräftigen Hunde eine Würde aus, die ihre edle Abstammung widerspiegelt – von ihrer prächtigen Löwenmähne bis hin zu ihrem stolzen, unabhängigen Wesen.
Ihre Ankunft im Westen erfolgte durch unglückliche Ereignisse während der Plünderung des Sommerpalastes, doch dieses dramatische Kapitel verhalf der Rasse letztlich zu weltweitem Erfolg. Pekinesen eroberten die Herzen vieler – von Königin Victoria bis hin zu Hollywood-Stars – was ihren anhaltenden Charme über Kulturen und Generationen hinweg zeigt.
Was ich an diesen Hunden liebe, geht über ihre reiche Geschichte hinaus. Ihre besondere Mischung aus unerschütterlicher Treue und königlicher Unabhängigkeit macht sie zu einem einzigartigen Begleiter – einem, der sich seiner königlichen Wurzeln bewusst zu sein scheint und sich gleichzeitig perfekt in das Familienleben einfügt. Ihr Beschützerinstinkt, ihr markantes Aussehen und ihr würdevolles Auftreten machten sie zu perfekten Palastbegleitern, und genau diese Eigenschaften begeistern auch heute noch Hundeliebhaber.
Ein Pekinese bringt mehr als nur ein Haustier in unsere Häuser – er bringt ein lebendiges Stück Geschichte mit, das uns mit den alten Höfen des kaiserlichen Chinas verbindet. Diese bemerkenswerten „Löwenhunde“ zeigen uns, dass große Geister oft in kleinen Paketen kommen, denn sie tragen mit jedem stolzen Schritt Jahrhunderte königlichen Erbes in sich.

FAQs
Was ist der Ursprung der Hunderasse Pekinese?
Der Pekinese stammt ursprünglich aus dem alten China und wurde als königlicher Begleiter der Kaiser gezüchtet. Diese Hunde lebten in kaiserlichen Palästen und symbolisierten Adel und spirituellen Schutz.
Warum galten Pekinesenhunde im chinesischen Königshaus als heilig?
Der Pekinese war aufgrund seiner Ähnlichkeit mit Löwen, die spirituellen Schutz symbolisierten, heilig. Sie waren ausschließlich im Besitz kaiserlicher Familien und repräsentierten Macht und Schutz.
Wie gelangte der Pekinese in die westliche Welt?
Nachdem die Briten 1860 in die Verbotene Stadt einmarschiert waren, wurden Pekinesen als Geschenke an das Königshaus nach England gebracht, wodurch die Rasse Einzug in moderne Haushalte hielt.
Was macht den Pekinesen heute so besonders?
Pekingesen sind für ihr löwenartiges Aussehen, ihre Treue und ihr königliches Erbe bekannt und bleiben wegen ihres einzigartigen Charakters, ihrer historischen Bedeutung und ihrer majestätischen Persönlichkeit beliebt.
Ist der Pekinese für moderne Wohnungen geeignet?
Ja, der Pekinese passt sich gut an kleine Räume an, liebt die Gesellschaft und verleiht jedem modernen Haushalt einen Hauch von Noblesse, was ihn zu einem idealen Haustier für Liebhaber königlicher Familien macht.
„Pekingese-Grafik-T-Shirt für stolze Hundeliebhaber.“




